Was ist ein Mapcode?
Ein Mapcode steht für einen Ort. Jeder Ort auf der Erde kann durch einen Mapcode dargestellt werden. Mapcodes wurden so konzipiert, dass sie kurz sind sowie leicht zu erkennen, zu merken und zu kommunizieren. Sie sind auf wenige Meter genau – das reicht für den täglichen Gebrauch völlig aus.
Mapcodes sind kostenlos!
Mapcodes sind kostenlos. Sie können von jedem genutzt werden und dürfen von jedem unterstützt, bereitgestellt oder generiert werden, solange dies kostenfrei, ohne Bedingungen oder Einschränkungen geschieht. Technische Details und Quellen finden Sie auf unserer Entwicklerseite.
Wie sieht ein Mapcode aus?
Ein Mapcode besteht aus zwei Gruppen von Buchstaben und Ziffern, die durch einen Punkt getrennt sind.
Ein Beispiel für einen Mapcode (in Amsterdam) lautet:
49.4V Dieser kurze Code reicht aus, solange klar ist, zu welchem Land oder Bundesland der Mapcode gehört (in diesem Fall die Niederlande).
Auf einer Visitenkarte ist es daher eine gute Idee, es nach dem Ländernamen oder dem Bundesland anzugeben:
Mr. John Smith Oosterdoksstraat 114 Amsterdam Netherlands 49.4V
Bei der Speicherung von Mapcodes in einer Datenbank wird empfohlen, das Land explizit anzugeben:
Netherlands 49.4V Oder mit der ISO-normierten 3-Buchstaben-Abkürzung:
NLD 49.4V In acht sehr großen Ländern (USA, Kanada, Mexiko, Brasilien, Indien, Australien, Russland und China) hat eine Adresse ohne Angabe des Bundesstaates kaum eine Bedeutung (genauso wie eine Adresse ohne Angabe des Landes anderswo wenig aussagekräftig ist). Zum Beispiel gibt es in den USA 27 Städte mit dem Namen Washington. Wenn Sie sich auf einen Ort in der Hauptstadt beziehen möchten, würden Sie immer Washington DC nennen.
DC 18.JQZ Oder (im internationalen Kontext, bei dem das Land sowie der Bundesstaat erforderlich sind):
US-DC 18.JQZ Weitere Informationen zu Mapcodes und den zugrundeliegenden Konzepten finden Sie in unserem Referenzmaterial.
Woher stammen Mapcodes?
Mapcodes wurden 2001 von Pieter Geelen und Harold Goddijn entwickelt, kurz nachdem die GPS-Satellitensignale für die zivile Nutzung freigegeben wurden. 2008 wurde beschlossen, das Mapcode-System der Öffentlichkeit zur freien Verfügung zu stellen. Die Algorithmen und Datentabellen werden von der Mapcode Foundation gepflegt. Das Mapcode-System wird derzeit bei der Internationalen Organisation für Normung als Standard eingereicht.
Mapcode-Technologie-Patente
Um sicherzustellen, dass wir die Mapcode-Technologie weiterhin für ihre Nutzer bereitstellen können, ist unsere Technologie durch mehrere Patente in verschiedenen Rechtsgebieten geschützt (EP 2769182, US 9377311, US 9995586, IN 414932, OA 16974).
Downloads für Smartphones
Natürlich kann jedes internetfähige Telefon unsere mobilen Webseiten nutzen. Kürzlich wurden einige spezielle Mapcode-Apps veröffentlicht:
- Die kostenlose iOS-App Mapcode Finder ist jetzt verfügbar.
- Eine kostenlose Android-App Mapcode Mobile ist ebenfalls verfügbar.
Mapcode-Geschichten
Notdienste
Rettungsdienste müssen auch die abgelegensten Orte schnell erreichen. Ein Mapcode führt einen Krankenwagen nicht nur auf wenige Meter an sein Ziel heran – egal wo –, sondern die kurzen Mapcodes lassen sich selbst bei schlechten Verbindungen (Ostkap, Südafrika) klar übermitteln.
Länderspezifisches Postleitzahlensystem
Viele Länder ziehen Mapcodes derzeit als Kandidaten für ihre nationale Postleitzahl in Betracht. Die meisten Länder verfügen heute nur über „Zonen“-Codes, bei denen tausende Haushalte denselben Code teilen. Südafrika war das erste Land, das Mapcodes einführte, um informelle Wohnformen (wie Slumunterkünfte) offiziell zu unterstützen.
Bestandslokalisierung
In Ländern ohne ein funktionierendes Adresssystem können Versorgungsunternehmen Haushalten oder Unternehmen in Notfällen wie Stromausfällen oder Wasserlecks nicht ohne Weiteres helfen. In Kenia, Uganda und Nigeria tragen Strom- und Wasserzähler Mapcodes, die nicht nur als eindeutige Kennung des Geräts dienen, sondern auch als Adresse des jeweiligen Hauses oder Unternehmens fungieren.
Archäologische Funde
Archäologische und botanische Funde werden (natürlich) sehr präzise erfasst. Es passieren jedoch viele Fehler, sowohl beim Aufschreiben als auch beim Kopieren der unhandlichen Breiten- und Längengrade. Mapcodes werden nun vom Naturalis Biodiversity Center genutzt, um Koordinaten benutzerfreundlicher darzustellen.
Grundbesitz
Landeigentum oder Gebäudeeigentum ist ein relevantes und komplexes, aber in vielen Ländern extrem unorganisiertes Thema. Mehrere Grundbuchämter prüfen die Identifizierung von Grundstücken über ihren zentralen Mapcode, während andere (Südafrika, Indien, USA) Mapcode bereits mit einer Genauigkeit von bis zu 1 m² für Stadtplanung und Vermögensverwaltung eingeführt haben.